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Zuletzt aktualisiert am 16. Juli 2026 von Julia Hacker

7 Monate Interim-SEO – Diagnose, Fahrplan, Prozessaufbau

Ein inhabergeführter Online-Shop für Bad-Einrichtung hat in den letzten Jahren massiv an Sichtbarkeit verloren – ohne dass im Unternehmen jemand genau sagen konnte, warum. Als Interim-SEO-Managerin hab ich in den folgenden Monaten die Ursache analysiert, einen priorisierten Fahrplan aufgestellt und einen Content-Prozess aufgebaut, den es vorher im Unternehmen nicht gab.

4

Haupt-Problemfelder identifiziert

3

Phasen im priorisierten Fahrplan

7

Kategorietexte nach neu aufgebautem Prozess erstellt und live geschaltet

Über den Kunden

Branche

Online-Handel, Bad & Sanitär

Format

Online-Shop

Leistung

SEO-Analyse & Interim-Projektmanagement

Ausgangssituation

Der Traffic-Einbruch fiel nicht auf einen Schlag – er zog sich über mehrere Monate hin, immer wieder ein Stück weiter nach unten. Kein Fehler war offensichtlich, keine Abstrafung sichtbar. Einfach ein stetiges Abrutschen, das sich immer mehr verschärfte.

Bei genauerem Hinsehen zeigte sich:
Die Kategorie- und Produktseiten waren technisch sauber, aber inhaltlich austauschbar. Standardtexte, wie man sie auf vielen Portalen findet – genau das straft Google seit dem Helpful Content Update konsequent ab. Google erwartet inzwischen „Expertise aus erster Hand” statt Textbausteine, die für die Suchmaschine statt für echte Kaufentscheidungen geschrieben wurden.

Vorgehen

Am Anfang stand eine strukturierte Diagnose. Vier Ursachen kristallisierten sich heraus – und daraus entstand ein Fahrplan mit klaren Prioritäten:

Diagnose

Wir haben vier Problemfelder analysiert

  • Qualität der Inhalte
  • Massive Keyword-Kannibalisierung (mehrere Seiten konkurrieren um dieselben Suchbegriffe und bremsen sich gegenseitig aus)
  • Technische Fehler
  • Der Online-Shop zeigt keine Kundenerfahrungen, was zu Unsicherheit beim Kauf führt.

Technisches Fundament

Die identifizierten technischen Blockaden wurden behoben. Erst damit konnten die Content-Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten.


Kannibalisierungen: Erst im Pilot an zwei Seiten getestet, dann sicher auf die übrigen Seiten übertragen.

Content-Prozess etabliert

Es gab bisher keinen festen Prozess mit Verantwortlichkeiten für die Erstellung von Inhalten. Wir haben einen neuen Prozess etabliert: Recherche, Fachcheck, Live-Schaltung. Sieben Kategorietexte sind auf diesem Weg entstanden und dabei wurde Wissen ins Team gebracht.

Ergebnisse

Aus der Diagnose und dem Fahrplan wurde in den folgenden Monaten sichtbare Arbeit – ein Prozess, der vorher fehlte, ein Team, das eigenständiger wurde, und Texte, die nachweislich funktionierten.

Aufbau eines Prozesses

Als Interim-Managerin habe ich die operative Gesamtverantwortung für das SEO-Projekt übernommen, um die Geschäftsführung vollständig zu entlasten. Mein Fokus lag auf pragmatischer Umsetzung, reibungsloser Zusammenarbeit und nachhaltigem Wissensaufbau:

  • Agiler Fahrplan & Steuerung: Ich habe die SEO-Roadmap selbstständig aufgesetzt und flexibel angepasst, wenn neue Google-Updates es nötig machten.
  • Schnittstellen-Koordination: Die IT redet anders als der Vertrieb, und das Marketing wieder anders. Ich habe mich in die Mitte gesetzt und die Fäden zusammengeführt, damit technische Fehler behoben wurden und das Fachwissen aus dem Vertrieb in die Texte floss.
  • Qualitätssicherung: Vor jeder Live-Schaltung ging der Text durch einen Fachcheck beim Vertrieb und anschließend noch einmal durch meinen Check. So war sichergestellt, dass SEO und fachliche Richtigkeit stimmen, bevor Kunden es im Shop sehen.

Wissensaufbau im Team

Eine Mitarbeiterin aus dem Online-Marketing wurde direkt im Tagesgeschäft in diesen Prozess eingearbeitet, sodass das Wissen nicht an mir als externer Person hängt, sondern im Unternehmen verbleibt.

Erfolgreiche Texte

Die neu veröffentlichen Texte waren erfolgreich. Heatmap-Auswertungen der Kategorieseiten zeigte, dass die Beratungstexte unter den Produkten nicht einfach überscrollt, sondern aktiv gelesen und angeklickt wurden. Ganze Textabschnitte erschienen in der Heatmap rot eingefärbt – ein Zeichen für hohe Aufmerksamkeit. Der Inhalt hat den Kunden also durch seine Beratungsleistung weitergeholfen.

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